Vernetzungsplattform zum Thema Flucht

Newsletter № 166
31.08.2025


I.

Am 14.10.2025 wird Judith Kohlenberger wieder nach Innsbruck kommen – mit ihrem neuen Buch „Migrationspanik“ im Gepäck, das erst am 10.09.2025 erscheinen wird.

Wir veranstalten die Buchpräsentation gemeinsam mit GPA und ÖGB, und zwar im Großen Saal im 7. Stock des ÖGB-Hauses (gegenüber Hauptbahnhof). Am Podiumsgespräch mit Frau Kohlenberger wird Sonja Föger-Kalchschmied, die geschäftsführende Vorsitzende des ÖGB Tirol, sowie Johanna Hackl-Soldan von SO SIND WIR NICHT teilnehmen.

Alle Details zu dieser Veranstaltung könnt ihr dem Flyer im Anhang entnehmen => bitte gerne in eurem Umfeld weiterverbreiten!


II.

Gleich noch etwas in eigener Sache – save the date!

20. November 2025 • 19 Uhr • Treibhaus • „GRENZERFAHRUNGEN – 5 Jahre an den EU-Außengrenzen“. Die Leiter_innen von Flüchtlingshilfe Doro Blancke, SOS Balkanroute und Karawane der Menschlichkeit werden über ihre Arbeit dirket an den EU-Außengrenzen berichten. Markus Koschuh wird moderieren und Radio Diwanistan wird den Abend musikalisch gestalten.


III.

Hör-Tipp: Der Podcast Aufnahmebereit, in dem Judith Kohlenberger alle zwei Wochen mit Gästen aus Wissenschaft, Politik, Kultur und Zivilgesellschaft über Migration, Flucht, Integration und Zugehörigkeit spricht. Hörenswert!

Film-Tipp: Unsere Partnerorganisation Hindiba weist auf eine Veranstaltung am 23.10.2025, 20 Uhr, im Leokino in Innsbruck hin: Reportage „Zum Warten verdammt“ mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema willkürliche, langwierige und zerstörerische Asylverfahren – u.a. mit dem konkreten Fall von Bilasem, einem Freund von uns, der nahezu 11 Jahre wartet.

Buch-Tipps: Der Falter Verlag hat eine Liste von Büchern zusammengestellt, die die Ursachen, Folgen und persönlichen Geschichten von Flucht und Migration behandeln – darunter einige, die SSWN in Innsbruck präsentiert hat.


IV.

Es ist bekannt, dass 60% aller Flüchtlinge im eigenen Land bleiben („Binnenflüchtlinge“), und weitere 25% es nur in ein direktes Nachbarland schaffen (s. Newsletter vom 11.07.2025).

Innerhalb von Afrika ist Uganda das Land, das die meisten Flüchtlinge aus einem Nachbarland aufgenommen hat, aktuell knapp 2 Mio. Menschen, vorwiegend aus dem Sudan, Südsudan und Kongo. Uganda liegt damit unter den Aufnahmeländern weltweit auf Platz 5. Wie ein aktueller Bericht von UNHCR eindrücklich schildert, setzt Uganda trotzdem auf eine fortschrittliche Flüchtlingspolitik, die aber durch die Kürzungen der internationalen Geldmittel gefährdet ist.

Der Vergleich macht betroffen:

  • Auf der Liste der ärmsten Länder der Welt steht Uganda auf dem 17. Platz, hat etwa sechsmal so viele Geflüchtete aufgenommen wie Österreich, und schafft es trotz fehlender finanzieller Ressourcen – wie UNHCR bescheinigt – eine „fortschrittliche Flüchtlingspolitik“ zu betreiben.
  • Auf der umgekehrten Liste, die die reichsten Länder der Welt repräsentiert, finden sich alle EU-Länder (Österreich weltweit auf Platz 20). Obwohl nur ein Bruchteil der Geflüchteten den langen Weg bis nach Europa auf sich nimmt, investiert die EU weiterhin Milliardenbeträge in den Ausbau der Festung Europa, weist Asylberechtigte an den Außengrenzen gewaltsam und illegal zurück (Pushbacks) und sieht zu, wie Tausende im Mittelmeer und im Atlantik ertrinken.


V.

Im aktuellen Newsletter unserer Partnerorganisation asylkoordination österreich, den wir unten angehängt haben, werden alle eingeladen, die persönlichen Erfahrungen, die sie vor 10 Jahren im „Sommer der Solidarität“ gemacht haben, zu teilen (Details dazu s.u.).


Anhänge:

Flyer Kohlenberger.pdf