Newsletter № 171
05.11.2025
I.
Den ersten Punkt dieses Newletters muss die große Veranstaltung anlässlich des 5. Geburtstages von SO SIND WIR NICHT einnehmen. Am 20. November, also bereits in zwei Wochen, werden wir im Innsbrucker Treibhaus einen Abend mit drei NGOs aus dem Osten Österreichs gestalten, die – seit ebenfalls 5 Jahren – unermüdlich für die Einhaltung der Menschenrechte an den EU-Außengrenzen kämpfen, und die daher im Zentrum des Abends stehen werden:
Doro, Pero und Pascal – die Leiter_innen der drei NGOs – werden über ihre Arbeit direkt an den Außengrenzen der EU berichten, aufwühlende Tatsachen über das illegale Vorgehen der EU-Behörden und die andauernden Menschenrechtsverletzungen auf den Tisch legen, aber auch Einblicke in die Unterstützung geben, die tagtäglich von zivilgesellschaftlichen Initiativen vor Ort geleistet wird.
Durch den Abend begleiten wird Tirols kabarettistisches Aushängeschild Markus Koschuh und die Innsbrucker Band Radio Diwanistan.
Die am Eingang zum Roten Salon – anstelle eines Eintritts – erhobenen Spenden werden Doro, Pero und Pascal zu je einem Drittel für die Weiterführung ihrer wertvollen Arbeit an den EU-Außengrenzen übergeben. Die durch die Gestaltung des Abends entstehenden Kosten werden durch Subventionen seitens der Stadt Innsbruck, des Landes Tirol und der GPA gedeckt. Das Treibhaus stellt uns seine Räumlichkeiten und Markus Koschuh seine Freizeit kostenlos zur Verfügung – vielen Dank!
Wir hoffen, viele von euch im Treibhaus persönlich begrüßen zu dürfen, und bitten euch, den beiliegenden Flyer in eurem Umfeld weiterzuverbreiten.
II.
Die Stadt Wien hat angekündigt, dass sie subsidiär Schutzberechtigte mit Anfang des kommenden Jahres vom Bezug der Mindestsicherung ausschließen will. 10.000 schutzberechtigte Frauen, Männer und Kinder, die derzeit Mindestsicherung erhalten, werden dadurch in existenzielle Nöte gestürzt.
Bitte unterschreibt die Petition, die SOS Mitmensch gemeinsam mit der asylkoordination österreich initiiert hat.
Auch UNHCR Österreich kritisiert den von der Stadt Wien und bereits davor vom Bundesland Tirol angekündigten Schritt, subsidiär Schutzberechtigte künftig von der Sozialhilfe auszuschließen, und zeigt sich besorgt über die zu erwartenden Auswirkungen auf Betroffene in Wien und Tirol.
III.
Das alljährlich im Innsbrucker Leokino stattfindende Inncontro Filmfestival gilt als Ort des Austausches und der Begegnung zu Fragen rund um Migration, Flucht und Exil.
Der diesjährige Schwerpunkt trägt den Titel „Zwischenräume“. Migration bringt Menschen in Zwischenräume – geografisch, kulturell, rechtlich und emotional. Diese Räume sind nicht nur Orte des Wartens oder der Unsicherheit, sondern bergen auch Potenziale für Reflexion und Veränderung. Vier sorgfältig ausgewählte Filme, ein Kurzfilmabend sowie ein Schulfilm für Schüler_innen ab 9 Jahren laden dazu ein, diese Zwischenräume aus unterschiedlichen Perspektiven zu erkunden. Das Rahmenprogramm mit Gesprächen und Diskussionen soll die Möglichkeit eröffnen, sich vertieft mit Antirassismus auseinanderzusetzen, einen kritischen Dialog zu fördern und kollektives Lernen zu den Themen Migration, Flucht und Exil zu ermöglichen.
IV.
Im Rahmen der vom Haus der Begegnung veranstalteten Reihe „Perspektiven auf Herkunftsländer“ wird Emran Feroz morgen, 06.11.2025, ab 19 Uhr im Plenarsaal des Innsbrucker Rathauses über Afghanistan berichten.
Die Reihe „Perspektiven auf Herkunftsländer“ versucht, Antworten auf folgende Fragen zu bekommen: Wie ist die derzeitige Situation im jeweiligen Land? Wie geht es Betroffenen in Österreich? Wie können biografische Erzählungen Anker sein für zivilgesellschaftliches Engagement?
Bereits heute, 05.11.2025, wird Emran Feroz im Restaurant „Koi Bar“ am Lansersee nahe Innsbruck aus seinen zuletzt erschienenen Büchern „Vom Westen nichts Neues“ und „Wir wollen leben!“ lesen.
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